Pflanzenschutzmittel (PSM)

Pflanzenschutzmittel (PSM)

Farmasötik Ürün


GLP-Studien für Pflanzenschutzmittel (PPP)

Die Tests und Analysen werden gemäß den in der Richtlinie 2004/10/EG des Europäischen Parlaments und des Rates festgelegten Grundsätzen durchgeführt, um Daten über Eigenschaften oder die Sicherheit in Bezug auf die Gesundheit von Mensch oder Tier zu gewinnen. Details zu GLP-Studien für Pflanzenschutzmittel (PPP)...

Physikalisch-chemische Tests

Die physikalisch-chemischen Tests, die zur Bewertung der Qualität und Formulationsstabilität von Pflanzenschutzmitteln durchgeführt werden, erfolgen gemäß den von CIPAC und OECD festgelegten Methoden. Diese Tests sind für die Identifizierung der Produkte, die Reinheitsanalyse, die Anwendungssicherheit und die Bestimmung der Haltbarkeit von Bedeutung.

Physikalisch-chemische Tests gemäß CIPAC-Methoden:
  • CIPAC MT 3.3 – Dichte: Durch die Bestimmung der Masse pro Volumeneinheit des Produkts liefert diese Methode einen wichtigen Parameter für die Dosiergenauigkeit.
  • CIPAC MT 75 – pH-Bestimmung: Gibt Aufschluss über den sauren oder basischen Charakter des Produkts. Dies ist eine entscheidende Messung hinsichtlich der Produktstabilität und der Anwendersicherheit.
  • CIPAC MT 53.3 – Benetzbarkeit: Bestimmt, wie leicht sich Produkte in Pulver- oder Granulatform benetzen lassen, wenn sie mit Wasser in Kontakt kommen.
  • CIPAC MT 184 – Suspensionsfähigkeit: Bewertet, inwieweit Suspensionskonzentrate in Wasser dispergiert bleiben.
  • CIPAC MT 36 – Emulsionsstabilität: Testet die Stabilität und die Beständigkeit gegen Entmischung von Emulsionskonzentraten nach dem Vermischen mit Wasser.
  • CIPAC MT 185.1 – Nasssiebanalyse: Bewertet die Homogenität der Formulierung durch Messung des Anteils großer Partikel in benetzbaren Pulvern oder wasserdispergierbaren Granulaten.
  • CIPAC MT 171.1 – Staubbildung: Bestimmt die Menge an Feinstaub, die feste Formulierungen während der Anwendung in die Umgebung abgeben können.
  • CIPAC MT 172.2 – Fließfähigkeit: Die Fähigkeit von Granulatformulierungen, frei zu fließen, wird bewertet; diese Eigenschaft beeinflusst die Anwendungseffizienz.
  • CIPAC MT 46.3 – Beschleunigter Lagertest: Durch die Prüfung der physikalischen und chemischen Stabilität der Produkte unter verschiedenen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen wird die Haltbarkeit vorhergesagt.

Physikalisch-chemische Tests gemäß den OECD-Leitlinien:
  • OECD TG 101 – UV/sichtbares Spektrum: Wird zur Identifizierung von Wirkstoffen und zur Analyse von Verunreinigungen verwendet.
  • OECD TG 104 – Dampfdruck: Durch Messung der Verdunstungsneigung des Stoffes wird das Risiko einer Umweltexposition bewertet.
  • OECD TG 105 – Wasserlöslichkeit: Liefert Informationen über die Mobilität und Bioverfügbarkeit, indem sie angibt, inwieweit sich der Stoff in Wasser lösen kann.
  • OECD TG 107 – Verteilungskoeffizient (n-Oktanol/Wasser): Zeigt an, ob sich der Stoff eher in Fett oder in Wasser löst; das Umweltverhalten und die Bioakkumulation lassen sich daraus ableiten.


In-vivo-Tests: „Six-Pack“

Das toxikologische Profil von Pflanzenschutzmitteln wird durch die von der OECD definierten In-vivo-Tests ermittelt. Diese Tests umfassen insbesondere die als „Six-Pack“ bekannten grundlegenden Toxizitätsanalysen und bewerten die kurzfristigen Auswirkungen auf lebende Organismen.
  • OECD TG 420 / 423 – Akute orale Toxizität: Bewertet die akuten toxischen Wirkungen auf den Organismus nach oraler Verabreichung einer Einzeldosis des Stoffes.
  • OECD TG 402 – Akute dermale Toxizität: Es werden die möglichen schädlichen Auswirkungen untersucht, die durch die Aufnahme der Testsubstanz über die Haut entstehen können.
  • OECD TG 403 – Akute Inhalationstoxizität: Es werden die toxischen Wirkungen analysiert, die durch die Aufnahme des Stoffes über die Atemwege verursacht werden können.
  • OECD TG 404 – Hautreizung/Hautverätzung: Es wird bewertet, welche Schäden (reversibel oder dauerhaft) die Substanz bei einmaliger Anwendung auf der Haut verursachen kann.
  • OECD TG 405 – Augenreizung/Augenverätzung: Das Risiko einer möglichen Reizung oder Schädigung bei Kontakt mit den Augen wird gemessen.
  • OECD TG 406 – Hautsensibilisierung: Das Potenzial der Substanz, bei wiederholtem Hautkontakt allergische Reaktionen (Kontaktdermatitis) auszulösen, wird analysiert.
Diese „Six-Pack“-Tests sind grundlegende Untersuchungen, die von den zuständigen Behörden verlangt werden, um eine Vorabbewertung der Risiken von Pflanzenschutzmitteln für die menschliche Gesundheit vorzunehmen.
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