Analyse von Lederprodukten

Analyse von Lederprodukten

Leather Product Analysis


Lederproduktanalysen: Akkreditierte Qualitätsprüfungen

Tierhäute werden bestimmten Verarbeitungsprozessen unterzogen und vor allem zur Schuhherstellung sowie für viele andere Zwecke verwendet. Die Lederverarbeitung ist der Prozess, bei dem Rohleder je nach Bedarf zu verwendbarem Fertigleder verarbeitet wird. In unserem Land werden für die Lederproduktion überwiegend Rinder und Schafe verwendet. Heutzutage beginnt Kunstleder, den Platz von echtem Leder einzunehmen. Kunstleder ist ein wasserabweisendes Produkt, das im Aussehen natürlichem Leder ähnelt. Als Rohstoffe werden pflanzliche Fasern, Baumwollgewebe und Späne aus Lederabfällen verwendet. Die Qualität lässt sich durch Lederproduktanalysen bestimmen.

Auf Lederprodukte, die in der Schuh- und Textilindustrie weit verbreitet sind, werden bestimmte Qualitätsprüfungen angewendet. Insbesondere bei den angewandten Verfahren muss überprüft werden, ob Chemikalien wie Chrom VI oder Azofarbstoffe, die eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen, vorhanden sind und ob die Grenzwerte eingehalten werden.

Lederanalysen werden in unseren Laboren, die an vielen Orten in der Türkei tätig sind, auf der Grundlage nationaler und internationaler Standards, Prüfverfahren und einschlägiger Gesetze TÜRKAK-akkreditiert durchgeführt.

Chemische Prüfungen zur Bestimmung bestimmter Azofarbstoffe in gefärbten Ledern – Teil 1: Bestimmung bestimmter aromatischer Amine, die von Azofarbstoffen abgeleitet sind

Azofarbstoffe werden häufig in Lederprodukten verwendet. Bei der Zersetzung einiger dieser Stoffe können jedoch primäre aromatische Amine freigesetzt werden, die krebserregend sein können. Dieser Test wird gemäß der Norm EN ISO 17234-1 durchgeführt und umfasst im Rahmen der REACH-Verordnung der Europäischen Union Grenzwerte für 22 Amine.

ISO 17234-1
TS EN ISO 17234-1
BS EN ISO 17234-1
DIN EN ISO 17234-1
BVL B 82.02.3
Chemische Prüfungen zur Bestimmung bestimmter Azofarbstoffe in gefärbten Häuten – Teil 2: Bestimmung von 4-Aminoazobenzol

4-Aminoazobenzol ist ein spezielles aromatisches Amin, das bei der Zersetzung von Azofarbstoffen entstehen kann. Dieser Stoff wird gemäß EN ISO 17234-2 analysiert und ist aufgrund seiner toxischen Wirkungen in Lederprodukten verboten.

ISO 17234-2
TS EN ISO 17234-2
BS EN ISO 17234-2
DIN EN ISO 17234-2
BVL B 82.02.9
Chemische Bestimmung des Formaldehydgehalts – Verfahren unter Verwendung kolorimetrischer Analyse

Formaldehyd kann bei der Lederverarbeitung allergische Reaktionen hervorrufen. Diese nach der Norm EN ISO 17226 durchgeführte Analyse dient dazu, die mögliche Freisetzung von Formaldehyd nach Hautkontakt mit Lederprodukten zu bestimmen.

BS EN ISO 17226-2
TS EN ISO 17226-2
EN ISO 17226-2
ISO 17226-2
Bestimmung von extrahierbarem Perfluoroctansulfonat (PFOS) in beschichteten und imprägnierten Feststoffen, Flüssigkeiten und Feuerlöschschäumen – Probenahme, Extraktion und Analysemethode mittels LC-qMS oder LC-Tandem/MS

PFOS in beschichteten und imprägnierten Ledermaterialien gehört zu den persistenten organischen Schadstoffen. Die Analyse mittels LC-MS/MS überprüft die Konformität mit den einschlägigen Vorschriften. Dieser Test wird auch bei Feuerlöschschaum und flüssigen Produkten angewendet.

CEN TS 15968
Chemische Bestimmung des Chrom(VI)-Gehalts in Leder Kolorimetrische Methode

Chrom(VI) ist aufgrund seiner allergischen und toxischen Wirkungen in Lederprodukten begrenzt. Dieser gemäß den Normen EN ISO 17075-1 und 17075-2 durchgeführte Test zielt insbesondere auf die Bestimmung von Chrom(VI) ab, das durch die Oxidation von Chrom(III) entstehen kann, das im Gerbprozess verwendet wird.

ISO 17075-1
BS EN ISO 17075-1
TS EN ISO 17075-1
EN ISO 17075-1
DIN EN ISO 17075-1
Bestimmung von Dimethylfumarat (DMFu)

DMFu ist ein Stoff, der als Feuchtigkeits- und Schimmelschutzmittel verwendet wird, jedoch schwere Hautallergien auslösen kann. Er wird in Ledersitzen, Schuhen und Taschen mittels der LC-MS-Methode analysiert. Gemäß den EU-Richtlinien ist ein Gehalt über dem Grenzwert verboten.

ISO TS 16186
Bestimmung von ethoxylierten Alkylphenolen

Ethoxylierte Alkylphenole (NPE, OPE) sind Stoffe, die schädlich für die Umwelt und das Hormonsystem sind. Sie werden in Lederprodukten mittels LC-MS/MS analysiert. Diese Stoffe stehen auf der Verbotsliste im Rahmen von REACH.

TS EN ISO 18218-1
BS EN ISO 18218-1
DIN EN ISO 18218-1
ISO 18218-1
pH-Bestimmung

Der pH-Wert von Lederprodukten ist für die Hautverträglichkeit von Bedeutung. Die gemäß der Norm EN ISO 4045 durchgeführte pH-Bestimmung misst den Säure-Basen-Grad des Materials. Ein ungeeigneter pH-Wert kann zu Hautreizungen führen.

BS EN ISO 4045
TS EN ISO 4045
DIN EN ISO 4045
ISO 4045
Chemische Prüfungen – Bestimmung von Pentachlorphenol (PCP), Tetrachlorphenol (TeCP), o-Phenylphenol (OPP) und Trichlorphenol (TriCP)

Obwohl diese Stoffe als Lederkonservierungsmittel verwendet werden, sind sie aufgrund ihrer toxischen und umweltschädlichen Auswirkungen verboten. Die GC-MS-Analyse wird gemäß der Norm EN ISO 17070 durchgeführt. In Europa ist die Verwendung von PCP seit langem verboten.

TS EN ISO 17070
DIN EN ISO 17070
BS EN ISO 17070
ISO 17070
BVL B 82.02.8
Bestimmung des Polychlorphenolgehalts – KOH-Methode

Dieses Verfahren unter Verwendung einer KOH-Lösung bestimmt die Gesamtmenge an polychlorierten Phenolen. Es wird zur Bestimmung chemischer Rückstände in Leder- und Textilprodukten verwendet. Nach der Analyse kann eine Validierung mittels GC-MS erfolgen.

Interne Methode
Organische chemische Verbindungen – Primäre aromatische Amine

PAA, die durch den Abbau von Azofarbstoffen in Lederprodukten entstehen können, sind krebserregende Verbindungen. Sie werden mittels der LC-MS/MS-Methode analysiert. Die Bewertung erfolgt im Rahmen der Normen EN 14362 und EN ISO 17234.

EN 71-9 +A1 Tabelle 2C
EN 71-10 Teil 8.1.4
EN 71-10 Teil 8.2.2
EN 71-10 Teil 8.3.2
EN 71-10 Teil 8.4.2
EN 71-10 Teil 8.5.2
EN 71-10 Teil 8.6.2
EN 71-10 Teil 8.7.2
EN 71-10 Teil 8.8.2
EN 71-10 Teil 8.9.2
EN 71-11 Teil 5.4
Chemische Bestimmung des Chrom(VI)-Gehalts – Teil 2: Chromatographisches Verfahren Chrom(VI) ist ein Schwermetall mit allergenen und toxischen Wirkungen, das als Folge der Oxidation von Chrom (III)-Salzen entstehen kann und allergische sowie toxische Wirkungen hat. Gemäß der REACH-Verordnung der Europäischen Union ist ein Chrom(VI)-Gehalt von mehr als 3 mg/kg in Produkten, die in direkten Kontakt mit der Haut kommen, verboten. ISO 17075-2
BS EN ISO 17075-2
TS EN ISO 17075-2
EN ISO 17075-2
DIN EN ISO 17075-2
Bestimmung von chlorierten Kohlenwasserstoffen in Leder – Chromatographisches Verfahren für kurzkettige chlorierte Paraffine (SCCP) Kurzkettige chlorierte Paraffine (SCCP) sind chlorierte organische Verbindungen, die in der Lederherstellung als Weichmacher und Flammschutzmittel eingesetzt werden können und schädlich für die Umwelt und die menschliche Gesundheit sind. Diese Stoffe sind aufgrund ihrer Persistenz und Bioakkumulationsfähigkeit im Rahmen der POP-Verordnung (Persistent Organic Pollutants) der Europäischen Union verboten. TS EN ISO 18219
BS EN ISO 18219
DIN EN ISO 18219
ISO/FDIS 18219
Bestimmung des chemischen Metallgehalts – Teil 2: Gesamtmetallgehalt

Der Gesamtmetallgehalt in Lederprodukten (Chrom, Blei, Arsen, Cadmium usw.) wird mittels ICP-OES- oder AAS-Verfahren bestimmt. Diese Analysen werden zur Überprüfung der Konformität mit Vorschriften wie REACH und EN 71-3 durchgeführt.

TS EN ISO 17072-2
BS EN ISO 17072-2
DIN EN ISO 17072-2
ISO 17072-2
Naphthalinbestimmung

Naphthalin ist eine flüchtige Verbindung, die in einigen Färbe- und Konservierungsverfahren verwendet wird. Es kann aus Lederprodukten verdampfen und in eine inhalierbare Form übergehen. Die Exposition über die Atemwege wird durch GC-MS-Analyse bewertet.

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Bestimmung von Borsäure

Borverbindungen (Borax, Borsäure) werden zwar aufgrund ihrer antiseptischen Eigenschaften verwendet, sind jedoch durch EU-Vorschriften begrenzt. In Lederprodukten werden diese Stoffe mittels IC oder ICP-MS analysiert und entsprechend den Grenzwerten ausgewiesen.

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Bestimmung von Dinatriumtetraborat Dinatriumtetraborat (allgemein bekannt als Borax) kann in der Lederverarbeitung unter bestimmten Umständen als Puffer, Weichmacher oder antimykotisches Mittel eingesetzt werden. Da dieser Stoff jedoch toxische Wirkungen auf das Fortpflanzungssystem zeigt, wurde er in der Europäischen Union im Rahmen der REACH-Verordnung als „besonders besorgniserregender Stoff (SVHC)“ eingestuft. -
NPE – Bestimmung von Nonylphenolen

NPEs werden in der Lederherstellung als Tenside verwendet. Aufgrund ihrer schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt und das endokrine System sind sie jedoch im Rahmen von REACH verboten. Sie werden mittels LC-MS/MS analysiert.

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