Unbeabsichtigt hinzugefügte Substanzen (NIAS)
NIAS: Versteckte Verunreinigungen in Lebensmittelverpackungen verstehen
Lebensmittelverpackungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung der Frische, der Verlängerung der Haltbarkeit und der Gewährleistung der Sicherheit von Lebensmitteln. Trotz dieser entscheidenden Eigenschaften können die Materialien unbeabsichtigt zugesetzte Stoffe (non-intentionally added substances, NIAS) enthalten. Diese Chemikalien werden nicht absichtlich in den Produktionsprozess eingebracht, gelangen jedoch unbeabsichtigt in die Lebensmittel und können potenziell die Gesundheit der Verbraucher beeinträchtigen.
Was sind NIAS?
NIAS sind eine Gruppe verschiedener chemischer Verbindungen, die aus den folgenden Gründen in Lebensmittelverpackungen vorkommen können.
• Verunreinigungen können aus den bei der Herstellung der Verpackung verwendeten Rohstoffen stammen.
• Reaktionsnebenprodukte können während des Produktionsprozesses entstehen.
• Produktzerfall (Abbauprodukte) kann durch die Veränderung der Verpackungskomponenten im Laufe der Zeit verursacht werden.
• Kontamination kann von externen Quellen auf das Verpackungsmaterial übergehen.
Die Arten von NIAS, die in Lebensmittel übergehen können, unterscheiden sich je nach spezifischem Verpackungsmaterial erheblich.
Wie stellen NIAS ein Risiko dar?
Auch wenn ein Teil der NIAS harmlos ist, haben andere das Potenzial, die menschliche Gesundheit negativ zu beeinflussen. Während einige NIAS endokrin wirksame Eigenschaften aufweisen können, sind andere möglicherweise krebserregend oder genotoxisch. Das von NIAS ausgehende Risiko hängt von Faktoren wie ihrer Toxizität, der in Lebensmittel übergehende Menge und dem Ausmaß der Exposition des Verbrauchers ab.
Management von NIAS durch fortschrittliche Analysen/Tests
Wir bei der Nanolab-Laborgruppe nehmen das NIAS-Risiko sehr ernst. Deshalb verwenden wir modernste Testverfahren, um potenzielle NIAS-Verunreinigungen in Lebensmittelverpackungsmaterialien zu identifizieren und zu messen. Unsere analytischen Ansätze umfassen:
• LC-MS QTOF: Zur sensitiven Detektion und Charakterisierung einer Vielzahl von NIAS.
• GC-MS/MS: Zur Detektion flüchtiger und halbflüchtiger NIAS
• GC-MS Headspace: Zur Detektion flüchtiger NIAS im Spurenbereich.
NIAS-Vorschriften
Das Verständnis und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften rund um NIAS sind für die Lebensmittelverpackungsindustrie von großer Bedeutung. Die wichtigsten Rechtsquellen sind:
EU-Verordnung (EG) Nr. 1935/2004: Rahmenverordnung über Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen.
• EU-Verordnung (EU) Nr. 10/2011: Legt spezifische Vorschriften für Kunststoffmaterialien fest, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, einschließlich der Betonung der Minimierung von NIAS.
• Food and Drug Administration (FDA): Vorschriften im Rahmen des Code of Federal Regulations (CFR) regeln die für bestimmte Anwendungen mit Lebensmittelkontakt zugelassenen Stoffe. Die FDA veröffentlicht zudem Leitfäden, die Grenzwerte für Stoffe enthalten, die indirekt in Lebensmittel übergehen können (einschließlich bestimmter NIAS).
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