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Bestimmung von Trihalogenmethanen (THM): Wasserqualitätsanalyse

Warum ist die Bestimmung von Trihalogenmethanen wichtig?

Bestimmung von Trihalogenmethanen (THM): Wasserqualitätsanalyse

Was sind Trihalogenmethane (THM)?

Trihalogenmethane sind chemische Verbindungen, die entstehen, wenn Wasser mit Desinfektionsmitteln wie Chlor behandelt wird und dabei mit organischen Stoffen reagiert. Zu den am häufigsten vorkommenden dieser Stoffe gehören:

  • Chloroform (CHCl₃)
  • Bromoform (CHBr₃)
  • Dichlorbrommethan (CHCl₂Br)
  • Dibromchlormethan (CHClBr₂)

Trihalomethane können in Trinkwasserquellen und in Industrieabwässern vorkommen und in hohen Konzentrationen potenzielle Gesundheitsrisiken darstellen.

Welche Methoden gibt es zur Bestimmung von Trihalogenmethanen?

  1. Gaschromatographie (GC): Die THM in der Probe werden mittels Gaschromatographie getrennt und mit einem Detektor gemessen. Es handelt sich um eine präzise und zuverlässige Methode, die die Messung der einzelnen THM-Konzentrationen ermöglicht.

  2. Gaschromatographie – Massenspektrometrie (GC-MS): Die mittels Gaschromatographie getrennten THM-Verbindungen werden mittels Massenspektrometrie analysiert. Sie kann THM in niedrigen Konzentrationen nachweisen. Sie bietet eine hohe Spezifität und Genauigkeit.

  3. Flüssig-Flüssig-Extraktionsverfahren: In Wasser gelöste THM werden durch Extraktion mit organischen Lösungsmitteln gemessen. Es handelt sich um ein einfaches Verfahren, dessen Empfindlichkeit jedoch geringer ist als die von GC-MS.


Die Bedeutung der Trihalomethan-Bestimmung

  1. Gesundheitsrisiken: THM sind potenzielle Karzinogene, die bei langfristiger Exposition Krebs verursachen können. Sie können negative Auswirkungen auf Nieren, Leber und das Nervensystem haben.

  2. Gesetzliche Vorschriften: Die Grenzwerte für Trihalomethane im Trinkwasser sind im Rahmen der Trinkwassernormen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Europäischen Union festgelegt (in der Regel insgesamt 100 µg/L).

  3. Bewertung der Wasserqualität: Die THM-Analyse ist ein entscheidender Test, um die Verunreinigung des Trinkwassers durch Desinfektionsnebenprodukte festzustellen.

Was sind die Anwendungsbereiche für die Trihalomethan-Bestimmung?

  • Trinkwasseranalysen: In Wasseraufbereitungsanlagen wird eine THM-Bestimmung zur Kontrolle von Desinfektionsnebenprodukten durchgeführt.

  • Schwimmbadwasser: Wird zur Überwachung der Nebenprodukte von Chlor-Desinfektionsmitteln in Schwimmbädern eingesetzt.

  • Industriewasser: Wird eingesetzt, um die THM-Bildung in wasserbasierten Produktionsprozessen zu kontrollieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Bestimmung von Trihalogenmethanen ist von entscheidender Bedeutung für die Bewertung der Wasserqualität und den Schutz der öffentlichen Gesundheit. Mit modernen Analysetechniken ist der Nachweis von THMs selbst in geringen Konzentrationen möglich.

Die Nanolab-Laborgruppe bietet weiterhin Dienstleistungen im Rahmen der Bestimmung von Trihalogenmethanen (THM) an. Gleichzeitig bieten wir auch Dienstleistungen im Bereich der Abwasseranalyse an.

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