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Bewertung des äußeren Erscheinungsbildes von Weizen

Bewertung des äußeren Erscheinungsbildes von Weizen: Qualitäts- und Gesundheitskriterien

Bewertung des äußeren Erscheinungsbildes von Weizen

Aufbau des Weizenkorns

Neben chemischen und physikalischen Tests ist auch die visuelle Beurteilung bei der Lebensmittelanalyse von Bedeutung. Das Weizenkorn lässt sich im Wesentlichen in drei Teile unterteilen. Schale, Keim, Korninneres

  • Schale (Perikarp – Kleie): Sie macht 12–13 % des Weizenkorns aus. Sie ist die Schutzschicht, die das Korn von außen umgibt. Sie besteht aus drei Teilen. Der äußerste Teil besteht aus Epidermiszellen. Er enthält Chitin und Lignin.
  • Unter der Epidermis befindet sich die Testa-Schicht. Der dritte Teil wird Aluron genannt und wird beim Mahlen als Kleie abgetrennt.
  • Grieß (Embryo – Keim): Er macht 2–3 % des Weizenkorns aus. Er befindet sich an der unteren Ecke des Korns. Er ist der lebende Teil, der das Leben erhält. Er ist reich an Lipiden, Enzymen, Mineralstoffen und Vitaminen.
  • Das Korninnere (Endosperm – Mehlteil): Es macht 82–85 % des Weizenkorns aus. In diesem Teil werden Nährstoffe gespeichert. Gluten und Stärke sind in diesem Teil enthalten. Der für die menschliche Ernährung bestimmte Teil wird aus dem Endosperm gewonnen.

Beurteilung des Aussehens von Weizen

  • Farbe

Weizenkörner werden zunächst hinsichtlich ihrer Bestandteile beurteilt. Anschließend werden sie auf ihre Farbe geprüft. Weizenkörner können weiß, hellgelb, gelb-rot, bernsteinfarben und braun sein. Die Farbbeurteilung des Korns basiert auf der Samenschale. Sie liefert Informationen über die Weizensorte und die Qualität des gelagerten Weizens. Gleichzeitig ist die Farbe des Weizens auch für die Verwendung der Mehle von Bedeutung.

Die Farbe des Weizens variiert je nach Sorte und Anbaugebiet. Im Allgemeinen wird erwartet, dass Weizen eine einheitliche und lebendige Farbe aufweist. Werden Farbveränderungen festgestellt, kann dies als Anzeichen für unreifes oder krankes Korn gewertet werden.

  • Größe und Form

Weizenkörner können unterschiedliche Formen und Größen haben. Im Allgemeinen liegt die Kornlänge zwischen 3 und 8 mm und die Breite zwischen 1,5 und 4 mm. Weizen für Teigwaren kann groß und lang sein, während für Brot eher kleiner und rundlicher Weizen bevorzugt wird. Ebenso können die Sorte und die Anbaubedingungen die Größe und Form beeinflussen. Die einheitliche Größe und Form der Körner ist ein wichtiger Qualitätsindikator.

  • Oberflächenbeschaffenheit

Die Oberfläche des Weizens sollte glatt und glänzend sein. Wenn sie rau und matt aussieht oder sichtbare Risse oder Löcher aufweist, wird dies als Qualitätsmangel angesehen.

  • Gebrochene und beschädigte Körner

Ein geringer Anteil an gebrochenen und beschädigten Weizenkörnern ist wünschenswert, da diese bei der Verarbeitung von Weizen Probleme verursachen und die Qualität mindern können.

  • Verunreinigungen und Fremdkörper

Steine, Erde und Pflanzenteile gelten als Fremdkörper in Weizenkörnern. Verunreinigungen durch Fremdkörper stellen ein Problem im Verarbeitungsprozess dar. Sie sind daher unerwünscht.

  • Schädlinge und Krankheitssymptome

Weizenkörner sollten nicht durch Insekten, Pilze oder andere Schädlinge beschädigt sein. Kranke und beschädigte Körner mindern die Qualität und stellen ein Gesundheitsrisiko dar.

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