BLOG

Bestimmung von Aflatoxin M₁: Mykotoxinanalyse für die Lebensmittelsicherheit

Ist Aflatoxin M₁ schädlich?

Bestimmung von Aflatoxin M₁: Mykotoxinanalyse für die Lebensmittelsicherheit

Was ist Aflatoxin M₁?

AFM₁ ist ein Derivat, das durch den Metabolismus von Aflatoxin B₁ (AFB₁) entsteht. Wenn Tiere mit AFB₁ kontaminiertes Futter zu sich nehmen, wird dieses Toxin in der Leber in AFM₁ umgewandelt und gelangt in die Milch und damit in Milchprodukte.

  • Chemische Struktur: AFM₁ ist eine Verbindung, die strukturell AFB₁ ähnelt und eine hohe Stabilität aufweist. Da es hitzebeständig ist, kann es durch Verfahren wie Pasteurisierung nicht vollständig zerstört werden.
  • Übertragungsquellen:
    • Milchprodukte wie Milch, Käse, Joghurt und Butter.
    • Tierfutter

Welche Auswirkungen hat AFM₁ auf die Gesundheit?

AFM₁ wurde von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als Karzinogen der Gruppe 1B eingestuft. Die wichtigsten Auswirkungen auf die Gesundheit sind:

  • Karzinogene Wirkungen: Erhöht insbesondere das Risiko für Leberkrebs. Selbst eine langfristige Exposition in niedrigen Dosen kann Krebs verursachen.
  • Toxische Wirkungen: Unterdrückt das Immunsystem. Kann zu Leberschäden führen.
  • Wachstumsverzögerung bei Kindern: Das Vorhandensein von AFM₁ in der Milch, die Kinder konsumieren, kann zu Wachstumsverzögerungen führen.
  • Akute Vergiftung: Eine Exposition gegenüber hohen Mengen an Aflatoxin kann zu Leberversagen und zum Tod führen.

Lebensmittel, die im Allgemeinen auf Aflatoxine untersucht werden, sind:

  • Erdnüsse
  • Baumfrüchte
  • Mais
  • Reis
  • Feigen und andere Trockenfrüchte
  • Gewürze
  • Rohe Pflanzenöle
  • Kakaobohnen

Was sind die gesetzlichen Grenzwerte für AFM₁?

Viele Länder haben gesetzliche Grenzwerte für die AFM₁-Kontamination festgelegt:

  • Europäische Union:
    • In Säuglings- und Kindernahrung: 0,025 µg/L.
    • In Milch und Milchprodukten: 0,05 µg/L.
  • Türkei:
    • Der türkische Lebensmittelkodex wendet Grenzwerte an, die den EU-Standards entsprechen.
  • USA:
    • Die FDA legt für Milch und Milchprodukte einen Grenzwert von 0,5 µg/L fest.

Aflatoxin M₁ ist ein aus Sicht der Lebensmittelsicherheit bedeutendes Mykotoxin und kann ernsthafte Risiken für die öffentliche Gesundheit darstellen. Moderne Analysemethoden ermöglichen den sensitiven und zuverlässigen Nachweis von AFM₁. Durch strenge Kontrollen und Überwachungen in allen Phasen von der Produktion bis zum Verbraucher kann eine AFM₁-Kontamination auf ein Minimum reduziert werden. Regelmäßige Analysen und gute landwirtschaftliche Praktiken sind für eine gesunde Lebensmittelkette von entscheidender Bedeutung.

Die Nanolab-Laborgruppe bietet weiterhin Dienstleistungen im Rahmen der Aflatoxin M₁-Bestimmung an. Gleichzeitig bieten wir auch Dienstleistungen im Bereich der Mykotoxinanalyse an.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns.
Für aktuelle Nachrichten und Beiträge zu unseren Dienstleistungen können Sie uns auf LinkedIn folgen.
Um über unsere neuesten Blogbeiträge auf dem Laufenden zu bleiben, folgen Sie unserem Instagram.

7483