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Bestimmung von Zearalenon: Mykotoxinanalyse und Lebensmittelsicherheit

Welche gesundheitlichen Risiken birgt Zearalenon?

Bestimmung von Zearalenon: Mykotoxinanalyse und Lebensmittelsicherheit

Was ist Zearalenon?

Zearalenon ist ein Mykotoxin, das von Schimmelpilzen der Gattung Fusarium gebildet wird und häufig in Mais, Weizen, Gerste, Reis und anderen Getreidesorten vorkommt. Es entsteht in der Regel während der Lagerung unter ungünstigen Bedingungen (hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur) durch die Vermehrung von Schimmelpilzen. Dieses Toxin kann insbesondere aufgrund seiner hormonellen Wirkungen zu Fortpflanzungsproblemen bei Tieren und zu Gesundheitsrisiken beim Menschen führen.

  • Chemische Struktur: Zearalenon ist eine nicht-steroidale Verbindung mit östrogenähnlicher Wirkung.
  • Betroffene Produkte: Es kann in Getreide, getreidebasierten Produkten, Futtermitteln und verarbeiteten Lebensmitteln vorkommen.

Auswirkungen von Zearalenon auf die Gesundheit

Zearalenon kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier haben:

  • Hormonelle Auswirkungen: Zearalenon wirkt östrogenähnlich und kann insbesondere bei Frauen zu hormonellen Ungleichgewichten führen. Bei Tieren treten Fruchtbarkeitsprobleme, ein Rückgang der Milchleistung und Fortpflanzungsstörungen auf.
  • Karzinogenes Potenzial: Eine langfristige Exposition gegenüber Zearalenon kann das Risiko für hormonabhängige Krebsarten erhöhen. Es wird insbesondere mit einem erhöhten Risiko für Brust-, Gebärmutter- und Prostatakrebs in Verbindung gebracht.
  • Immunsystem und Entwicklungsstörungen: Es kann das Immunsystem unterdrücken und das Infektionsrisiko erhöhen. Bei Kindern kann es zu Wachstums- und Entwicklungsstörungen führen.

Vorkommen von Zearalenon in Lebensmitteln

Zearalenon kommt häufig in Getreideprodukten und in daraus hergestellten verarbeiteten Lebensmitteln vor:

  • Mais und Weizen: Mais ist eines der Getreidearten, die am anfälligsten für eine Kontamination mit Zearalenon sind. Das Risiko der Schimmelbildung während der Lagerung ist hoch.
  • Gerste und Reis: Gerste und Reis, die in feuchten Regionen angebaut werden, bergen ein Risiko hinsichtlich Zearalenon.
  • Getreidebasierte verarbeitete Lebensmittel: Produkte wie Brot, Nudeln und Kekse können Zearalenon-Rückstände enthalten.
  • Tierfutter: Wenn Zearalenon in Tierfutter enthalten ist, kann es in Milch, Fleisch und andere tierische Erzeugnisse übergehen.

Gesetzliche Grenzwerte für Zearalenon

Die zulässigen Werte für Zearalenon in Lebens- und Futtermitteln wurden von internationalen und nationalen Behörden festgelegt:

  • Europäische Union: Maximal 100–200 µg/kg Zearalenon in Mais und Getreideprodukten.
  • Türkei: Der türkische Lebensmittelkodex wendet ähnliche Grenzwerte für Getreide und Futtermittel an.
  • USA: Die FDA legt flexiblere Grenzwerte für Zearalenon in Futtermitteln fest.

Die Nanolab Laborgruppe bietet weiterhin Dienstleistungen im Bereich der Zearalenon-Bestimmung an. Gleichzeitig bieten wir auch Dienstleistungen im Bereich der Mykotoxin-Bestimmung an.

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