Untersuchung auf Legionellen: Gesundheitsrisiko in Wasserversorgungssystemen
Was Sie über die Legionellenuntersuchung in Wasserversorgungssystemen wissen müssen...
Was sind Legionellen?
Legionellen sind eine Bakterienart, die sich in aquatischen Umgebungen ausbreiten und bei warmen Wassertemperaturen vermehren kann. Diese Bakterien vermehren sich rasch in feuchten Umgebungen, insbesondere im Temperaturbereich von 25–45 °C. Legionellen können sich direkt im Wasser ausbreiten und über Wasserdampf auf den Menschen übertragen werden. Diese Bakterien, die über die Atmung in den menschlichen Körper gelangen, können die Legionärskrankheit verursachen, insbesondere durch eine Infektion der Lunge. Legionellen können auch das Pontiac-Fieber auslösen, eine mildere Erkrankung.
Legionellen kommen natürlicherweise in Flüssen, Seen, Thermalwasser, Schlamm und Quellwasser vor. In der Natur gibt es mehr als 40 Arten.
Legionellen-Erkrankung
Die Legionärskrankheit äußert sich in der Regel durch folgende Symptome
- Hohes Fieber
- Atemnot
- Husten
- Muskelschmerzen
- Kopfschmerzen
Eine Nichtbehandlung der Krankheit kann zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen und sogar zum Tod führen. Daher ist die frühzeitige Erkennung und Bekämpfung von Legionellen in Wassersystemen von großer Bedeutung.
Analysemethoden für Legionellen
Die Analyse auf Legionellen erfolgt in der Regel mittels mikrobiologischer Tests. Diese Tests umfassen verschiedene Methoden zur Feststellung des Vorhandenseins von Legionellen in Wasserproben:
- Kulturmethode: Die Kulturmethode ist eine der am häufigsten verwendeten Methoden zum Nachweis von Legionellen. Bei dieser Methode werden Wasserproben auf selektiven Nährböden kultiviert und das Bakterienwachstum beobachtet. Legionellen vermehren sich in der Regel in einer Umgebung, die hinsichtlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit geeignet ist. Diese Methode hilft dabei, die Anzahl und Art der Bakterien zu bestimmen.
- PCR-Methode (Polymerase-Kettenreaktion): Der PCR-Test dient zum Nachweis des genetischen Materials von Legionellen. Bei dieser Methode wird die bakterielle DNA isoliert und amplifiziert, wodurch das Vorhandensein der Bakterien bestätigt wird. Die PCR ist eine schnelle und empfindliche Methode, die auf spezifische genetische Marker der Bakterien abzielt.
- ELISA-Methode (Enzyme-Linked Immunosorbent Assay): ELISA ist ein weiterer Test, der zum Nachweis von Legionellen eingesetzt wird. Bei dieser Methode werden spezielle Antikörper verwendet, die mit der Wasserprobe reagieren. ELISA ist besonders effektiv bei der Identifizierung bestimmter Legionellenstämme.
- Durchflusszytometrie: Dies ist eine weitere schnelle Analysetechnik zum Nachweis von Legionellen. Die Durchflusszytometrie nutzt Lichtstreuung und Fluoreszenz, um die Bakterien mikroskopisch nachzuweisen und zu quantifizieren.
Welches Wasser sollte auf Legionellen getestet werden?
- Hammam, Spa, Schwimmbäder, Thermalquellen
- Wassersysteme und Wassertanks
- Wasserleitungen
- Wasserhähne
- Gartenbewässerungssysteme
- Klimaanlagen
Nachlässigkeit in den oben genannten Umgebungen führt zu Infektionen durch Legionellen beim Menschen. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, ältere Menschen und Raucher. Legionellen können sich in feuchter Umgebung leicht vermehren und über die Atmung im menschlichen Körper ansiedeln.
Die Legionellenbekämpfung wird regelmäßig in bestimmten Abständen durchgeführt.
Legionellenbekämpfung: Präventionsmaßnahmen
Legionellen lassen sich durch ordnungsgemäße Wartung und regelmäßige Überprüfung der Wassersysteme bekämpfen. Hier sind die Vorsichtsmaßnahmen, die zur Verhinderung der Ausbreitung von Legionellen zu treffen sind:
- Wassertemperatur regulieren: Legionellen vermehren sich im Temperaturbereich von 25–45 °C. Liegt die Wassertemperatur in diesem Bereich, entsteht eine geeignete Umgebung für die Vermehrung der Bakterien. Die Wassertemperatur sollte über 50 °C liegen.
- Vermeidung geringer Durchflussmengen: Wenn Wasser lange steht oder eine geringe Durchflussmenge aufweist, kann dies das Wachstum von Bakterien begünstigen. Daher ist es wichtig, die Durchflussmenge des Wassers auf einem angemessenen Niveau zu halten.
- Chemische Behandlung: Chlorung und andere chemische Desinfektionsmittel können eingesetzt werden, um das Wachstum von Legionellen zu verhindern. Diese Behandlung gewährleistet, dass das Wasser hygienisch bleibt.
- Reinigung von Wasserinstallationen: Die regelmäßige Reinigung von Wasserinstallationen verhindert das Wachstum von Bakterien. Insbesondere in Bereichen, in denen Wasser stagniert, besteht die Gefahr einer Bakterienansammlung.
- Hitzeschocks: Es ist möglich, Legionellen abzutöten, indem man einen Wasserstrom mit hoher Temperatur in das Wassersystem leitet. Das Erhitzen des Wassers auf bis zu 70 °C verhindert die Vermehrung der Bakterien.
Die Nanolab Laboratories Group bietet weiterhin Dienstleistungen im Rahmen der Legionellenanalyse an. Wir bieten auch Dienstleistungen im Bereich der Wasser-Mikrobiologie-Tests an.
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