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OECD 105: Bestimmung der Wasserlöslichkeit

OECD 105: Analyse chemischer Stoffe durch Bestimmung der Wasserlöslichkeit

OECD 105: Bestimmung der Wasserlöslichkeit

Was ist Wasserlöslichkeit?

Sie lässt sich definieren als die Fähigkeit eines Stoffes, sich bei einer bestimmten Temperatur in einer bestimmten Wassermenge aufzulösen und eine homogene Lösung zu bilden. Die Wasserlöslichkeit von Stoffen ist wichtig für das Verständnis ihres Verhaltens in der Umwelt und ihrer Bioverfügbarkeit.


Welche Faktoren beeinflussen die Wasserlöslichkeit?

  • Temperatur: Ein Anstieg der Temperatur erhöht im Allgemeinen die Löslichkeit. Bei einigen Stoffen kann die Löslichkeit jedoch mit steigender Temperatur abnehmen.
  • pH-Wert: Die Löslichkeit des Stoffes kann je nach pH-Wert variieren.
  • Reinheit des Lösungsmittels: Die Reinheit des verwendeten Wassers (destilliertes oder entionisiertes Wasser) ist einer der Faktoren, die die Löslichkeit beeinflussen.


Anwendungsbereiche der Bestimmung der Wasserlöslichkeit

  • Umweltwissenschaften: Informationen zur Löslichkeit werden analysiert, um zu bestimmen, wie eine Chemikalie in aquatische Ökosysteme diffundiert und welche Umweltrisiken damit verbunden sind.
  • Pharmazie: Die Bioverfügbarkeit und Wirksamkeit von Arzneimitteln werden durch die Löslichkeit des Wirkstoffs beeinflusst.
  • Industrie: In chemischen Prozessen ist die Löslichkeit der Substanz ein wichtiger Aspekt bei Produktions- und Formulierungsprozessen.


Analytische Methoden zur Bestimmung der Wasserlöslichkeit

  • Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC)
  • Gaschromatographie (GC)
  • UV/Vis-Spektralphotometrie
  • Massenspektrometrie (MS)


Was ist der Anwendungsbereich von „OECD 105: Bestimmung der Wasserlöslichkeit“?

Die Wasserlöslichkeit von Chemikalien kann durch das Vorhandensein von Verunreinigungen stark beeinflusst werden. Der Leitfaden OECD 105: Wasserlöslichkeit enthält die Prüfmethode zur Bestimmung der Wasserlöslichkeit von reinen Substanzen, die in Wasser stabil und nicht flüchtig sind. Im Rahmen der Richtlinie lauten die Prüfverfahren für Stoffe mit einer Löslichkeit unter bzw. über 102 g/l wie folgt:

Schüttelkolbenmethode:

  • Die Löslichkeit wird durch Schütteln einer bestimmten Menge des Stoffes mit einem bestimmten Volumen Wasser erreicht.
  • Die Lösung wird filtriert und die Menge der gelösten Substanz bestimmt.

Säulenelutionsmethode:

  • Die Substanz wird mit Wasser in einer mit einem festen Trägermaterial gefüllten Säule eluiert.
  • Das Eluat wird analysiert, um die Menge der gelösten Substanz zu bestimmen.

OECD 105: Bestimmung der Wasserlöslichkeit eignet sich für Stoffe mit einer Wasserlöslichkeit unter 0,1 mg/l. Da die Löslichkeit temperaturabhängig ist, sollten Löslichkeitstests bei konstanter Temperatur durchgeführt werden, typischerweise bei 20 °C oder 25 °C. Für den Analyseprozess sollte entionisiertes oder destilliertes Wasser verwendet werden, um Störungen durch Verunreinigungen zu vermeiden. Um genaue Löslichkeitswerte zu erhalten, muss sichergestellt werden, dass die Lösung vor der Probenahme das Gleichgewicht erreicht hat.

Möglicherweise ist es auch erforderlich, vor der Prüfung die Eigenschaften der zu testenden Probe zu kennen, wie z. B. Strukturformel, Dampfdruck, Dissoziationskonstante und pH-Wert. Die Methode umfasst einen einfachen Vorversuch zur Bestimmung der ungefähren geeigneten Probenmenge sowie der Zeit, die erforderlich ist, um vor der endgültigen Prüfung bei 20 ± 0,5 °C die Sättigung zu erreichen.

OECD 105: Wasserlöslichkeit

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