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Analyse von Lösungsmittelrückständen: Tests zur Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit

Warum wird eine Lösungsmittelrückstandsanalyse durchgeführt?

Analyse von Lösungsmittelrückständen: Tests zur Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit

Lösungsmittelrückstände, Lebensmittel, Arzneimitteln und Kosmetikprodukten verwendeten organischen Lösungsmittel. Diese Lösungsmittel können nach ihrer Verwendung in Produktionsprozessen in Spuren in den Produkten verbleiben. Die Lösungsmittelrückstandsanalyse spielt eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der Produktsicherheit, indem sie überprüft, ob diese Rückstände innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen.

Was sind Lösungsmittel?

Es handelt sich um flüssige Stoffe, die zum Auflösen organischer Verbindungen oder zur Erleichterung von Reaktionen verwendet werden. Beispiele hierfür sind Aceton, Methanol, Ethanol, Hexan, Toluol und Dichlormethan.

Was sind die Quellen für Lösungsmittelrückstände?

  • Produktionsprozesse: Extraktion, Reinigung, Granulierung, Beschichtung.
  • Reinigung: Lösungsmittel, die zur Desinfektion von Produktionsanlagen verwendet werden.


Welche Auswirkungen haben sie auf die Gesundheit?

Lösungsmittelrückstände können je nach Expositionsgrad und Art zu akuter oder chronischer Toxizität führen. Mögliche Risiken sind Leberschäden, Toxizität für das Nervensystem und karzinogene Risiken.


Gesetzliche Vorschriften für Lösungsmittelrückstände

  • Die Internationalen Arzneibücher (ICH Q3C) unterteilen Lösungsmittel in drei Kategorien:
    1. Kategorie 1: Verbotene Lösungsmittel (z. B. Benzol) – Karzinogen und toxisch.
    2. Kategorie 2: Lösungsmittel mit Einschränkungen (z. B. Toluol) – Grenzwerte, die ein Gesundheitsrisiko darstellen können.
    3. Kategorie 3: Lösungsmittel mit geringem Toxizitätsrisiko (z. B. Ethanol).
Die zulässigen Mengen bestimmter Extraktionslösungsmittel in bestimmten Lebensmitteln sind wie folgt:

Hexan 1 mg/kg in festen oder flüssigen Fetten oder Kakaobutter.
Methylacetat 20 mg/kg in Tee und Kaffee
Ethylmethylketon 5 mg/kg in festen oder flüssigen Fetten
Dichlormethan 2 mg/kg in geröstetem Kaffee, 5 mg/kg in Tee
Propan-2-ol 10 mg/kg
Methanol 10 mg/kg
Dimethylether 0,009 mg/kg in entfettetem Proteinprodukt


Solventrückstandsanalyse in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie

a) Lebensmittelindustrie

  • Anwendungsbereiche:
    • Extraktion von Pflanzenölen.
    • Herstellung von Aromastoffen.
    • Reinigung von Lebensmittelzusatzstoffen.

b) Pharmabranche

  • Anwendungsbereiche:
    • Synthese von pharmazeutischen Wirkstoffen (API).
    • Tabletten- und Kapselbeschichtungsprozesse.
    • Extraktions- und Kristallisationsverfahren.

c) Kosmetikbranche

  • Einsetzbar in Lösungsmitteln, Parfüms und Cremebasen.
  • Die Analyse hochflüchtiger Lösungsmittel ist erforderlich.

Die Nanolab-Laborgruppe bietet weiterhin Dienstleistungen im Bereich der Lösungsmittelrückstandsanalyse an. Gleichzeitig bieten wir auch Dienstleistungen im Bereich Hormon- und Antibiotiktests an.

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