Sensorische Analyse (Geschmack und Geruch)

Sensorische Analyse (Geschmack und Geruch)

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Sensorische Analyse (Geschmack und Geruch) bei Kunststoffverpackungen

Der Grundsatz der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates besagt, dass alle Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, direkt oder indirekt mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, ausreichend inert sein müssen, um die menschliche Gesundheit nicht zu gefährden und keine unzulässigen Veränderungen der Zusammensetzung der Lebensmittel oder Beeinträchtigungen ihrer sensorischen Eigenschaften wie Geschmack und Geruch zu verursachen. Sensorische Analysen (Geschmack und Geruch) bei Kunststoffverpackungen sind in dieser Phase von Bedeutung.

Heutzutage werden insbesondere für Lebensmittelkontaktmaterialien auf Kunststoffbasis Migrationsprüfungen gemäß der Verordnung Nr. 10/2011 weitläufig durchgeführt. Neben diesen Tests werden jedoch sensorische Analysen, die die Auswirkungen der Verpackung auf die Geschmacks- und Geruchseigenschaften des Lebensmittels bewerten, häufig vernachlässigt. Dabei ist die Bewertung von geschmacks- und geruchsbezogenen Veränderungen, die durch die Verpackung verursacht werden, ein kritischer Punkt, den die Lebensmittelindustrie in ihren Qualitätskontrollprozessen berücksichtigen muss. Denn Verpackungsmaterialien können die Migration von Stoffen verursachen, die zu unerwünschten Veränderungen im Geschmack und Geruch des Lebensmittels führen können.

Flüchtige Verbindungen, die aus der Verpackung in das Lebensmittel übergehen, oder der Eigengeruch des Materials können durch direkten Kontakt oder über das Innenvolumen der Verpackung in das Lebensmittel gelangen und die sensorische Qualität negativ beeinflussen. Insbesondere bei mehrschichtigen Verpackungen kann dieser Übergang sowohl von den äußeren Schichten als auch von den direkt in Kontakt stehenden inneren Schichten ausgehen. Da diese Übergänge meist in sehr geringen Mengen stattfinden, lassen sie sich mit standardmäßigen chemischen Analysen nur schwer nachweisen. Daher spielen sensorische Analysen eine wichtige ergänzende Rolle.

In sensorischen Analysen angewandte Tests

Es wurden zwei sich ergänzende grundlegende Tests definiert:
  1. Geruchstest (Headspace-Analyse): Umfasst die Bewertung des Eigengeruchs des Verpackungsmaterials. Der Test wird durchgeführt, indem die Verpackung unter bestimmten Bedingungen in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt und die Innenatmosphäre mit sensorischen Methoden analysiert wird.
  2. Kontakttest: Beinhaltet die Bewertung von Veränderungen im Geschmack und Geruch des Lebensmittels, nachdem die Verpackung unter realen oder simulierten Bedingungen mit dem Lebensmittel in Kontakt gebracht wurde. Bei diesen Tests werden die Veränderungen von Geschmack und Geruch unter Verwendung des Lebensmittels oder eines geeigneten Simulans von Experten für sensorische Analyse bewertet.
Wenn möglich, wird empfohlen, die Tests unter realen Lebensmittel- und Lagerbedingungen durchzuführen. Ist dies jedoch nicht möglich, wird die ähnliche Wirkung mithilfe von Simulanzien nachgeahmt. Um beispielsweise die Wirkung einer für die Lagerung im Kühlschrank konzipierten Kunststoffschale zu bewerten, kann ein Kontakt-Test mit einem fettbasierten Simulans wie Margarine oder Butter bei 10 °C über einen Zeitraum von 48 Stunden durchgeführt werden.


Sensorische Eignungsprüfungen bei NANOLAB

Bei NANOLAB legen wir die genauesten Testbedingungen fest, um die möglichen Auswirkungen von Verpackungsmaterialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, auf Geschmack und Geruch zu ermitteln. Um die Lebensmittelsicherheit und Produktqualität zu gewährleisten, analysieren wir die sensorischen Eigenschaften der Verpackung umfassend.
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