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NIAS: Versteckte Schadstoffe in Lebensmittelverpackungen verstehen

Warum ist der NIAS-Test wichtig?

NIAS: Versteckte Schadstoffe in Lebensmittelverpackungen verstehen

NIAS: Inside Packaging

Wenn es um Lebensmittelsicherheit geht, ist die Zusammensetzung der Verpackungsmaterialien von entscheidender Bedeutung. Was verbirgt sich also hinter den bunten und attraktiven Verpackungen, die wir in den Regalen der Lebensmittelgeschäfte sehen? Verpackungsmaterialien sollen die Frische und Sicherheit von Lebensmitteln gewährleisten, können jedoch manchmal unbeabsichtigt Stoffe enthalten, die unsere Gesundheit gefährden. Diese werden als „unbeabsichtigt zugesetzte Stoffe“ oder NIAS bezeichnet.

Verpackungen sind unerlässlich für den Schutz, den Transport und die Verlängerung der Haltbarkeit von Lebensmitteln. Einige der darin enthaltenen Chemikalien können jedoch eine Gefahr für unsere Gesundheit darstellen. Hier kommt der NIAS-Test ins Spiel, der diese versteckte Gefahr in Verpackungen aufdeckt. Dies gewährleistet die Einhaltung von Lebensmittelsicherheitsstandards und schützt Verbraucher vor potenziellen Gesundheitsrisiken. Der NIAS-Test ist besonders wichtig für Verpackungen, die in direkten Kontakt mit Lebensmitteln kommen.


Ein wichtiges Detail für unsere Gesundheit

NIAS steht für „Substances Not Intentionally Added“ (nicht absichtlich zugesetzte Stoffe) und bezieht sich auf Chemikalien, die in Verpackungsmaterial vorhanden sein können, aber nicht absichtlich zugesetzt wurden. Diese können aus den im Herstellungsprozess verwendeten Rohstoffen, aus Zusatzstoffen oder durch Wechselwirkungen mit der Verpackung selbst entstehen.

Warum sind diese Stoffe wichtig? Weil sie unsere Gesundheit beeinträchtigen können! Glücklicherweise können diese Stoffe dank des NIAS-Tests nachgewiesen und Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Bei Bedarf werden toxikologische Risikobewertungen durchgeführt und Stoffe, die Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnten, aufgelistet.


Warum der NIAS-Test wichtig ist

NIAS-Tests umfassen Analysen zum Nachweis und zur Quantifizierung dieser unerwünschten Stoffe in Verpackungsmaterialien. Diese Tests sind unerlässlich, um die Einhaltung von Lebensmittelsicherheitsstandards zu gewährleisten und uns vor potenziellen Gesundheitsrisiken zu schützen. NIAS-Tests sind gesetzlich vorgeschrieben, insbesondere für Verpackungen, die in direkten Kontakt mit Lebensmitteln kommen. Zu den wichtigsten Rechtsvorschriften der Europäischen Union zu Lebensmittelkontaktmaterialien und NIAS gehören:

  • (EU) Nr. 10/2011: Grundverordnung für Materialien und Gegenstände aus Kunststoff. Diese Verordnung umfasst die Definition, Risikobewertung und Beschränkungen von NIAS.
  • (EG) Nr. 1935/2004: Allgemeine Rahmenverordnung für alle Materialien und Gegenstände, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Diese Verordnung legt fest, dass Materialien die menschliche Gesundheit nicht schädigen und die Zusammensetzung von Lebensmitteln nicht in unzulässiger Weise verändern dürfen.
  • (EG) Nr. 2023/2006: Verordnung über GMP (Gute Herstellungspraxis). Diese Verordnung schreibt die Anwendung von GMP bei der Herstellung von Materialien mit Lebensmittelkontakt vor und zielt darauf ab, das Auftreten von NIAS zu minimieren.

Diese Verordnungen bilden einen wichtigen Rahmen, um die Sicherheit von Verpackungsmaterialien zu gewährleisten und die Verbraucher zu schützen. NIAS-Prüfungen sind ein entscheidendes Instrument, um die Einhaltung dieser Vorschriften sicherzustellen und die Lebensmittelsicherheit zu garantieren.


Welche Verpackungen werden geprüft?

Praktisch jede erdenkliche Art von Verpackung: Kunststoff, Papier, Pappe, Metall, Glas... sogar mehrschichtige Verpackungen, Verpackungen aus recycelten Materialien und biobasierte Verpackungen werden durch den NIAS-Test abgedeckt.


Wie wird der NIAS-Test durchgeführt?

NIAS-Tests nutzen hochentwickelte Analysetechniken, um unbeabsichtigt zugesetzte Substanzen in Verpackungsmaterialien nachzuweisen und zu quantifizieren. Diese Techniken liefern präzise und genaue Ergebnisse, um die komplexe Beschaffenheit der NIAS-Bestandteile aufzuschlüsseln und Sicherheitsrisiken zu bewerten. Hier sind die wichtigsten verwendeten Methoden:

  • Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS): Diese Methode wird zur Analyse flüchtiger und halbflüchtiger organischer Verbindungen eingesetzt. Die aus dem Verpackungsmaterial gewonnene Probe wird zunächst mittels Gaschromatographie in ihre Bestandteile aufgeteilt. Anschließend wird jeder Bestandteil identifiziert und quantifiziert, indem sein Masse-zu-Ladungs-Verhältnis mittels Massenspektrometrie gemessen wird. GC-MS ist besonders effektiv beim Nachweis organischer NIAS-Komponenten in Kunststoffverpackungen.
  • Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie (LC-MS): Diese Methode eignet sich ideal für die Identifizierung weniger flüchtiger, polarer organischer Verbindungen, die nicht mittels GC-MS analysiert werden können, und insbesondere für die Identifizierung unbekannter NIAS-Komponenten. Die Probe wird zunächst mittels Flüssigchromatographie in ihre Bestandteile getrennt. Das Masse-zu-Ladungs-Verhältnis jedes Bestandteils wird dann sehr präzise mit hochmodernen Massenspektrometern (z. B. Q-TOF, Orbitrap) gemessen, die eine hochauflösende und genaue Massenmessung ermöglichen. Dies macht sie zu einer besonders leistungsstarken Technik für den Nachweis und die Identifizierung von NIAS-Bestandteilen in Lebensmittelkontaktpapier, Karton und mehrschichtigen komplexen Verpackungen.


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Die Nanolab Laboratories Group verfügt über ein spezialisiertes Team und modernste Ausrüstung für NIAS-Prüfungen von Verpackungen. Mit unseren zuverlässigen und schnellen Analyseergebnissen helfen wir Ihnen, die Sicherheit Ihrer Verpackungen zu gewährleisten. Kontaktieren Sie uns, um mehr über NIAS-Prüfungen und andere Verpackungsanalysen zu erfahren.

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