BLOG

Was ist ein Pestizid? Klassifizierung und Analysemethoden

Einstufung von Pestiziden

Was ist ein Pestizid? Klassifizierung und Analysemethoden

Was ist ein Pestizid?

Chemische Substanzen, die zum Schutz landwirtschaftlicher Erzeugnisse vor Schädlingen eingesetzt werden, werden als „Pestizide“ bezeichnet. Pestizide werden nicht in reiner Form verwendet. Sie kommen in der Regel in Form von speziell hergestellten Präparaten zum Einsatz. Bei unsachgemäßer oder übermäßiger Anwendung können sie jedoch Rückstände in den Produkten hinterlassen. Daher ist die Pestizidanalyse für die Lebensmittelsicherheit von großer Bedeutung.


Klassifizierung von Pestiziden:

Klassifizierung nach den betroffenen Arten und ihren Anwendungsbereichen:
  • Insektizide: Mittel, die Insekten abtöten
  • Rodentizide: Rodentizide
  • Fungizide: Mittel, die Pilze abtöten
  • Bakterizide: Mittel, die Bakterien abtöten
  • Akarizide: Mittel, die Zecken abtöten
  • Larvizide: Mittel, die Larven abtöten
  • Nematizide: Mittel, die Würmer abtöten
  • Akarizide: Mittel, die Spinnen abtöten
  • Molluskizide: Mittel, die Schnecken abtöten
  • Herbizide: Mittel, die Unkraut abtöten
Sie werden jedoch auch entsprechend ihrer chemischen Struktur in verschiedene Gruppen unterteilt. Die gängigsten sind Organochlor-Pestizide, Organophosphat-Pestizide und Carbamate.


Organochlorpestizide

Diese Gruppe von Pestiziden besteht aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Chloratomen. Sie sind in vielen Ländern verboten, da sie lang anhaltende Auswirkungen auf die Umwelt haben und bioakkumulativ sind.
Beispiele: DDT, Aldrin, Lindan, Dieldrin


Organophosphat-Pestizide

Es handelt sich um phosphorhaltige Verbindungen. Sie sind für Menschen und Tiere hochgiftig. Sie können das Nervensystem beeinträchtigen und Lähmungen verursachen.
Beispiele: Malathion, Parathion, Methylparathion


Carbamate

Diese Pestizide, bei denen es sich um Kohlensäurederivate handelt, töten Insekten ab, indem sie das Nervensystem beeinträchtigen. Sie sind weniger persistent als Organophosphat-Pestizide.
Beispiele: Carbaryl, Aldicarb

Pestizide, die nach Art und chemischer Struktur gruppiert sind, können sich gegenseitig überschneiden. So kann beispielsweise ein Organochlor-Pestizid auch ein Herbizid sein.


Wie man Pestizide analysiert

Pestizidanalysen werden in der Regel mit hochempfindlichen Geräten durchgeführt. Diese Instrumente können Pestizidrückstände in Lebensmittelproben selbst bei sehr geringen Konzentrationen nachweisen. Einige häufig verwendete Analysemethoden sind:
  • Gaschromatographie (GC): Wird zur Analyse flüchtiger und halbflüchtiger Pestizide verwendet.
  • Flüssigchromatographie (LC): Wird zur Analyse polarer und ionisierbarer Pestizide verwendet.
  • Massenspektrometrie (MS): Wird zur Bestimmung der chemischen Struktur von Verbindungen und zu deren Nachweis selbst bei sehr geringen Konzentrationen verwendet.


Pestizidanalyse

Bei der Pestizidanalyse sind die Menge der zur Analyse entnommenen Probe und die Homogenisierung der Probe wichtige Faktoren für die Bestimmung der Rückstände in Lebensmitteln. Zur Abtrennung der Pestizide aus der Probe werden verschiedene Extraktionsmethoden eingesetzt. Bei Nanolab führen wir Analysen mit schnellen, effektiven und sicheren internationalen Methoden durch. Die Analyseergebnisse werden mit den in den einschlägigen Rechtsvorschriften festgelegten Rückstandshöchstgehalten (MRL) verglichen. Liegen die Analyseergebnisse unter den MRL-Werten, gelten die Lebensmittel als sicher. Andernfalls sind sie nicht für den Verzehr geeignet. Darüber hinaus wird bei einigen verarbeiteten Produkten (getrocknete Erdbeeren) die Datenbank mit Verarbeitungsfaktoren zur Bewertung herangezogen.

Verarbeitungsfaktoren werden spezifisch auf Produkt-Pestizid-Basis ermittelt. Sie sind zu finden in den Dokumenten der FAO/WHO Joint Mission on Pesticide Residues (JMPR), EU-Dokumenten, Berichten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), Verarbeitungsfaktorenlisten des niederländischen Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), nationalen Pestizidbewertungsberichten und anderen wissenschaftlichen Publikationen.

Wenn es sich um einen Bestandteil komplexer Produkte handelt, wird kein Verarbeitungsfaktor verwendet. Dies liegt daran, dass nicht klar ist, aus welchem Ausgangsmaterial (Rohstoff oder Hilfsstoff) das Pestizid stammt, und daher keine Bewertung vorgenommen wird.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an uns.
Sie können uns auf LinkedIn folgen, um die neuesten Nachrichten und Updates zu unseren Dienstleistungen zu erhalten.
Folgen Sie unserem Instagram-Konto, um über unsere neuesten Blog-Beiträge auf dem Laufenden zu bleiben.

7483