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Alternaria-Toxine: EU-Rechtsvorschriften

Alternaria-Toxine in Lebensmitteln: Risiken, Analysemethoden und rechtlicher Status

Alternaria-Toxine: EU-Rechtsvorschriften

Alternaria-Toxine: Ein wachsendes Risiko für die Lebensmittelsicherheit

Eines der zentralen Themen, das in den letzten Jahren im Bereich der Lebensmittelsicherheit in den Vordergrund gerückt ist, sind Alternaria-Toxine. Verstärkte wissenschaftliche Forschung und Entwicklungen in der Gesetzgebung der Europäischen Union haben dazu geführt, dass diesen Toxinen im Lebensmittelsektor größere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Diese Verbindungen, die häufig in landwirtschaftlichen Erzeugnissen vorkommen, können in verschiedenen Phasen in die Nahrungskette gelangen und stellen ein erhebliches Risiko sowohl für die menschliche Gesundheit als auch für den internationalen Handel dar.

Was sind Alternaria-Toxine?

Mykotoxine sind toxische Verbindungen mit niedrigem Molekulargewicht, die als Ergebnis der Stoffwechselaktivitäten von Schimmelpilzarten wie Aspergillus, Penicillium, Fusarium und Alternaria entstehen. Alternaria-Toxine beziehen sich speziell auf die Gruppe der Mykotoxine, die von Schimmelpilzen der Gattung Alternaria produziert werden.

Diese Toxine können verschiedene schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier haben.

Lebensmittel, die Alternaria-Toxine enthalten

Nach Einschätzungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) werden Alternaria-Toxine häufig in folgenden Produkten nachgewiesen:

  • Getreide
  • Tomaten und Tomatenprodukte
  • Sonnenblumenkerne und deren Derivate
  • Äpfel, Trauben und andere Früchte
  • Gärgetränke wie Bier und Wein

Wichtige Alternaria-Toxine

Verschiedene Alternaria-Arten können unterschiedliche Toxine produzieren. Zu den wichtigsten gehören:

  • Alternariol (AOH)
  • Alternariol-Monomethylether (AME)
  • Tenuazonsäure (TeA)
  • Altenuen (ALT)
  • Tentoxin (TEN)

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass einige Alternaria-Toxine krebserregendes Potenzial besitzen können. Darüber hinaus wird berichtet, dass diese Verbindungen ernsthafte Gesundheitsrisiken darstellen, wie zum Beispiel:

  • Immunsuppressive Wirkungen
  • Neurotoxische Wirkungen
  • Beeinträchtigung der Leber- und Nierenfunktion

Faktoren, die die Toxinbildung beeinflussen

Das Wachstum von Alternaria und die Toxinproduktion werden maßgeblich von den Umweltbedingungen beeinflusst. Insbesondere:

beeinflussen solche Faktoren das Schimmelwachstum direkt.

Der Literatur zufolge bieten Sorghum, Baumwollsamen, Tomaten, Sojabohnen und verschiedene Getreidesorten geeignete Umgebungen für das Wachstum von Alternaria.

Bedeutung für die Lebensmittelindustrie

Alternaria-Toxine stellen einen erheblichen Risikofaktor dar, da sie in verschiedenen Stadien der Lebensmittelkette entstehen können, von der landwirtschaftlichen Produktion bis zum Endprodukt.

Insbesondere für Unternehmen, die in den europäischen Markt exportieren:

  • Verstärkte behördliche Kontrollen
  • Mykotoxin-Überwachungsprogramme
  • Anforderungen zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

haben diese Analysen zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Qualitätskontrollprozesse gemacht.

Laboranalysemethoden

In modernen Lebensmittellabors wird die Analyse von Alternaria-Toxinen in der Regel mit der LC-MS/MS-Methode durchgeführt.

Dank dieser Methode:

  • können mehrere Toxine gleichzeitig analysiert werden
  • ist eine Detektion bereits bei sehr geringen Konzentrationen möglich
  • Hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit sind gewährleistet

Aus diesem Grund gilt LC-MS/MS als Goldstandard in der Mykotoxinanalyse.

Vorschriften in der Europäischen Union und der Türkei

Alternaria-Toxine werden von internationalen Lebensmittelsicherheitsbehörden verstärkt überwacht.

In der Europäischen Union:

  • Risikobewertungsstudien werden von der EFSA durchgeführt
  • Für bestimmte Lebensmittel wurden im Rahmen der Empfehlung (EU) 2022/553 Richtwerte festgelegt

Diese Werte sind jedoch noch keine verbindlichen Grenzwerte

In der Türkei:

Es laufen jedoch Harmonisierungsbemühungen mit der EU.

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